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Giselabad

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27.1.2012 | Kommentare (0)

 

Giselabad (1313 Besucher)

Zu Beginn des Jahres 2012 ist die Gestaltung von Bad Ischl wieder verstärkt im Gespräch.
Dazu sollen Bilder vom Abriss des Giselabades im Jahr 1968 gezeigt werden, das sich dort befand, wo heute das sogenante Konsumhaus auf dem Auböckplatz steht.

Ergänzend zum Thema ein rund 45 Jahre alter Text :
Auszug aus einem Brief des einstigen Obmannes des Ischler Heimatvereins, Franz Stüger, vom 29. August 1966 an die Stadtgemeinde Bad Ischl:


„Betrifft: Ortsbild, Hochhäuser, Stadtplanung

Soll unsere Stadt ihr Gesicht nicht ganz verlieren, so braucht sie ein Konzept. Grundlage eines solchen kann nur eine großzügige Stadtplanung sein, die sich um eine möglichst harmonische Abstimmung von Landschaft und gewachsenem Ortsbild bemüht. Notwendig ist eine technisch und künstlerisch klar fundierte Planung, die sich nicht auf den Ortskern allein beschränkt, sondern das gesamte Gemeindegebiet umfasst.
Im Rahmen eines solchen Konzeptes werden weiterhin für bestimmte Gebiete gewisse Bauhöhen als verbindlich gelten, um auf solche Weise zu verhindern, dass Hochhäuser – wahllos in das Stadtbild gestellt – dieses zerstören.

Neben dem Ausbau der Kur- und Fremdenverkehrsbetriebe ist darauf zu sehen, dass Ischl ein schöner Ort wird. Willkürlich und unharmonisch ins Ortsbild gesetzte Hochhäuser werden das aber auf keinen Fall bewirken können. Das gute Kurpublikum sucht eine gepflegte Atmosphäre auch im baulichen Sinn.

Besonderes Augenmerk ist auch der harmonischen Einfügung von Neubauten in ihre Umgebung hinsichtlich Baugestalt und Fassade zu widmen.

Das Ortsbild Ischls, seit rund 150 Jahren in zahlreichen Lithografien, Gemälden usw. festgehalten und weithin bekannt, bedarf einer behutsamen Weiterentwicklung, die nicht durch überdimensionierte Bauten gestört werden darf.....
Man sollte sich hüten, mit Großstädten in Konkurrenz treten zu wollen, sondern dem Fremden (wenn schon auf das Empfinden der Einheimischen keine Rücksicht genommen zu werden braucht!) alles abhalten, was ihn an jene Großstädte erinnert, denen er entfliehen möchte!

Wenn die hier aufgezeigten Überlegungen unbeachtet bleiben, laufen wir Gefahr, dass unser von allen Ischlern geliebtes und von den Fremden gesuchtes Ortsbild in kurzer Zeit vernichtet wird. Was aber dann?....“


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